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André Zimpel und Anna-Lisa Plettenberg sitzen nebeneinander und haben sich einander zugewandt. In der Mitte zwischen ihnen seht ein Holzspielzeug mit drei farbigen Scheiben.

Lernen und Denken

Wie lernen und denken Menschen mit Down-Syndrom? Wo verändert das zusätzliche 21. Chromosom, wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden? Das erforscht Prof. Dr. André Zimpel mit seinem Team.

Wir sind sehr gespannt und wollen wissen:
Wie hat André Zimpel gearbeitet?
Was hat er herausgefunden über das Denken und Lernen von Menschen mit Down-Syndrom?

Um mehr darüber zu hören, haben wir uns zweimal mit ihm getroffen.
Einmal war er bei uns in der Redaktion.
Wir haben einen Workshop zusammen gemacht.
Und wir haben ihn in Hamburg an der Uni besucht.
Dort hat Anna-Lisa Plettenberg sich erklären lassen, wie er und sein Team gearbeitet haben.
Und sie hat einige der Experimente ausprobiert.

Vor Anna-Lisa Plettenberg und André Zimpel liegen Karten mit Punkten und Symbolen auf dem Tisch. Er hält einige Karten in der Hand und spricht mit ihr.

André Zmpel hat ein Buch geschrieben.
Es heißt Trisomie 21 - Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können.
Er hat Experimente gemacht.
Experimente mit mehr als 1.294 Menschen mit Down-Syndrom.
Die jungste Person war 10 Monate alt.
Die älteste Person war 72 Jahre alt.
Er wollte heausfinden:
Wie lernen diese Menschen?
Was passiert dabei in ihrem Gehirn?
Mit dieser Arbeit hat er im Jahr 2008 angefangen.

Was haben André Zimpel und sein Team bei ihrer Arbeit heraus-gefunden?
Sie sagen:
Menschen mit Down-Syndrom können alles lernen und verstehen.
Aber: Sie lernen anders als Menschen ohne Down-Syndrom.

Zum Beispiel:
Auf einem Tisch liegen 5 Domino-Steine.
Die meisten Menschen ohne Down-Syndrom können das sofort erkennen.
Sie müssen nicht nch-zählen.
Sie können 5 Dinge gleich-zeitg erfassen.

Menschen mit Down-Syndrom können das meistens nicht.
Sie müssen die Domino-Steine zählen.
Sie können 4 Dinge gleich-zeitig erfassen.

Darum haben viele Menschen mit Down-Syndrom Proleme mit Mathematik.
In der Mathemtik werden viele Dinge in 5-er-Schritten gerechnet.
Das ist schwer für Menschen mit Down-Syndrom.
Wenn sie in 2-er-Schritten rechnen können, ist es leichter.
Dann haben sie weniger Probleme.
So wie bei der Mathe-App mathildr von Thorben Rieckmann.
Mit ihr können Menschen mit Down-Syndrom gut Mathematik lernen und üben.

Torben Rieckmann erklärt Anna-Lisa Plettenberg die Benutzug der App Mathildr am iPad.

Die Studie von André Zimpel zum Lernen und Denken ist noch sehr neu.
Er hat sie 2016 beendet.
Jetzt muss sich in den Schulen viel verändern.
Und in den Kinder-Gärten.
Wenn die Menschen dort besser wissen, wie Menschen mit Down-Syndrom gut lernen können, werden sie in Zukunft weniger Schwierigkeiten beim Lernen haben.
Sie brauchen die Informationen in einer bestimmten Form.
Dann können sie es besser verstehen und verarbeiten.

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