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Ein Mann mit Down-Syndrom von hinten fotografiert. Er geht durch einen hellen Tunnel aus Stoff.

„Ich glaube an die Zukunft.“

Zukunft

Wie wird unser Leben in Zukunft aussehen? Darüber denken alle Menschen nach, im Moment ganz besonders. Über die eigene Zukunft genauso wie über die Zukunft der Welt. 

Martin Weser wünscht sich für seine Zukunft, einen eigenen Laubbläser zu besitzen.
Er schreibt:

Zukunft ist für mich ein Laubbläser zu haben. 
Damit kann ich den ganzen Westerwald saubermachen. 
Das wäre echt schön. 
Und ich mache auch ganz viel Holz. 
Das auch. 
Abwechslung. 
Und ich kehre auch viel. 
Unsere Straße. 
Und Hof. 
Saubermachen. 
Ein Hobby ist das.

So stellt sich Maximilian Kurth seine Zukunft vor.
Er schreibt:

Wenn ich später alt bin
im Ruhestand
Beine hochlegen
Wellness-Urlaub
Knochen ausruhen
Cocktailbar und schlürfen.

Paul Spitzeck stellt sich vor: In der Zukunft hören Menschen einander zu. 
Er diktiert:

Ich fühle mich sicher, wenn andere Mensche mir zuhören. 
Dann weiß ich, dass die offen sind für mich, alle meine Frage. 
Dass ich sicher bin. 
Dass die mit mir sitzt und reden.

Angela Fritzen stimmt ihm zu. Sie wünscht sich:

Abenteuer Leben. 
Wir verstehen uns einander. 
Ich finde es gut sogar wie noch nie, die Freiheit, Verständnis zuzulassen. 
Frei zu denken. 
In meinem Kopf. 
Abenteuerlust. 
Den Kopf freizulassen.  
Ich fühle mich wie pudelwohl.

Anna-Lisa Plettenberg wünscht sich für ihre eigene Zukunft eine Hochzeit.
Sie ist seit 9 Jahren verlobt.
Sie schreibt dazu:

In der Zukunft möchte ich gerne irgendwann heiraten, und dass ich so hübsch werde und mein Freund auch so hübsch aussieht. 
Ich würde gerne mit einer Kutsche zum Kirche zu fahren. 
Dass ich so glücklich bin in der Zukunft. 
Dass ich in der Kutsche sitze mit mein Verlobten, dass ich den küssen kann. 
Und dass wir endlich nach der Hochzeit in der Zukunft ein glückliche Ehepaar sind. 
Und dass wir gut zusammenpassen.

Bisher sind nur sehr wenige Menschen mit Down-Syndrom verheiratet.
Darum ergänzt Anna-Lisa Plettenberg:

Liebe Leute, wir Menschen mit Down-Syndrom sind glücklich zusammen, wir passen gut zusammen. 
Menschen mit Down-Syndrom können heiraten!

Und auch Paul Spitzeck ergänzt:

Ich habe das Down-Syndrom. 
Aber das ist egal. 
Kann man auch heiraten mit Down-Syndrom. 
Ich will!

Johanna von Schönfeld wünscht sich für ihre Zukunft mehr Selbständigkeit bei der Arbeit.
Sie schreibt:

So ist meine Zukunftsvorstellung, auch in Berlin zu arbeiten, nicht mehr hier im Rheinland, wenn ich das denn kann, selbstständig, das ist auch für mich ein Lernprozess.

Auch Andrea Halder beschäftigt das Thema Arbeit.
Sie schreibt:

Ich wünsche mir, dass alle Menschen mit einer Behinderung in der Zukunft arbeiten können, wo es ihnen gut geht, und ihnen die Arbeit auch Spaß und Freude macht. 
Sie sollten auch fair bezahlt werden, und ihre Leistung anerkannt wird. 
Für mich persönlich würde ich mir wünschen, dass ich wieder eine ganze und feste Arbeit, mit einem richtigen Arbeitsvertrag bekomme, um damit eigenes Gehalt zu verdienen was mir zusteht. 
Damit ich meine Miete und meinen Lebensunterhalt zahlen kann.

Marley Thelen wünscht sich, in Zukunft in einem eigenen Haus zu leben.
Sie diktiert dazu:

Mein Traum ist, wenn ich eine neue Wohnung habe mit jemandem zusammenleben. 
Und eine neue Zuhause zu haben. 
Das Haus sieht sehr schön aus, mit Balkon und Zimmerbereich und Wohnzimmer und Küche und Schlafzimmer. 
Schlafzimmer, Extraraum. 
Und Wohnzimmer und Küche ist mit Schiebetüren mit Kerzen drum herum. 
Dann habe ich auch noch meinen eigenen Garten, da kann ich was machen im Garten so einzupflanzen: so wie Kräuter oder Gemüse. 
Sowas kann ich einpflanzen in meinen Garten. 
Das ist mein Traum.

Angela Fritzen glaubt: In der Zukunft kann sie fliegen.
Sie stellt sich vor:

Meine Gedanken fliegen in den siebten Himmel.
Meine Gedanken kommen auch am vierten Himmel vorbei.
Alles dunkel und hell.
Es leuchten Sonne und Sterne.
Alles gemischt.

Aber nicht nur die eigene Zukunft beschäftigt Menschen mit Down-Syndrom.
Sie denken auch nach über die Zukunft der Welt und der Menschheit.
Julian Kruse will zum Beispiel wissen:

Wie stehen Städte in der Zukunft aus? 
Gibt es auch schwimmende Städte? 
Wie sollen Mega-Cities in der Zukunft aussehen?

Und er hat ein klares Ziel für die Zukunft:

Für mich ist es ein No-Go, mit Gewalt vorzugehen.

Angela Fritzen und Paul Spitzeck haben sich in diesem Text gemeinsam die Zukunft vorgestellt:

Zukunft
Elektrische Fahrzeuge.
Ich finde, die Zukunft braucht man im Leben. 
Kein Plastik. Das braucht man nicht in Zukunft. 
Ich glaube an die Zukunft.
Verantwortung Zukunft.
Alle reden mit.
Alle bestimmen mit.
In Zukunft sehr viel verändern.
Veränderung die Zukunft an.
Zukunftsmaschine.
Die Zukunft aktuell.
Zukunft für alle Mensche der Welt.
Die Zukunft: Das Wasser.
Naturschutz.
Zukunft ist kein Alien. 
Die Zukunft ist kein Stein.

Julian Kruse hat seine Wünsche für die Zukunft in verschiedene Bereiche unterteilt.
Er schreibt:

Meine  Zukunft des Lebens!
Mein Leben soll  sich sehr viel veräntern: 
Umwelt:  
In der Umwelt soll für mich mehr Wind und neuerbare Energie wie Wasser, Sonne Wind vorkommen. 
Und auch durch Salswasser soll Energie also Famosekraftwerk  eingesätzt werden. 
Es soll damit aufhören, dass Kohle und Erdöl aus der Erde entnommen werden und erst einmal eine längere Pause einlegen, bis die Erde sich erholen kann, damit die Erde wider neu anbauen kann.  
Mit Kohlekraftwerk sollte es  für mich komplett aufhören, weil es die Luft verpestet.  
Und noch mehr daran zu forschen, wie man noch Energie, also Strom und Wasser zum Überleben nutzen kann.   
Klima:        
Unser Umwelt ist sehr stark betroffen, besonders das Wetter und unser Treibhauseffekt. 
Das bedeutet, dass es immer mehr Naturgewalten gibt. 
Und es  immer heftiger werden kann, deshalb rufe ich euch auf: 
Beschützt die Erde, damit eure Kinder und ihre Kinder von der Erde noch leben können.  
Menschheit:    
Für unsere Menschheit wünsche ich mir, dass alle Menschen mit und ohne Down-Syndrom sich respektiren und sich nicht ausgrenzen.  
Ich finde es unerhört von den erwachsene Leute, das die sagen: 
Meine Kinder sollen nicht neben behinderten Menschen leben.  
Für mich fehlen mir die Worte, wie respektlos die sind!!  
Ich möchte, dass wir eins werden. 
Dass wir zusammen auf der Erde leben können, und unserer Erde Respekt erweisen. 
Dass wir in der Zukunft leben können.“

Paul Spitzeck weiß:

Kein Plastik.
Das braucht man nicht in Zukunft.

Daniel Rauers ist klar:
Für eine gute Zukunft müssen wir uns gut um die Natur kümmern.
Er diktiert:

Zukunft braucht Natur. 
Ist in Natur frei.
Also Zukunft ist, wenn man richtig warm wird. 
Zum Beispiel wie bei Zukunft stehen Bäume oder Zukunft scheint die Sonne.
Jetzt fehlen noch Bäume.

Auch Teresa Knopp schreibt:

Ich finde es wichtig, dass wir unsere Heimat bewahren müssen und beschützen.

Andrea Halder wünscht sich und uns allen eine Zukunft ohne Krieg.
Sie schreibt:

Thema „Kriege und Frieden auf der Welt":Ich wünsche mir so sehr, dass es keine Kriege und Unfrieden auf der Welt gibt, dass wir alle in Frieden leben können, wenn jeder seinen Teil dazu beitragen möchte. 
Dann sind wir gemeinsam stark, und nur dann können wir so umgehen wie richtige Menschen. 
Auch in der Politik ist der richtige Zusammenhalt sehr wichtig und Machtspielchen sollte es nicht mehr geben. 
Jeder ist für den Frieden verantwortlich und ich möchte Euch aufrufen, das gleiche zu tun, denn schließlich haben wir das gleiche Ziel!

Können wir das schaffen?
Angela Fritzen sagt:

Ich glaube an die Zukunft.

 

 

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