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Mitglieder des Ohrenkuss-Teams betrachten einen Wahlzettel, Foto: Britt Schilling, www.brittschilling.de

Dürfen Menschen mit Down-Syndrom wählen gehen?

85.000 Menschen in Deutschland dürfen nicht wählen. Sind das auch Menschen mit Down-Syndrom?

Die meisten Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland dürfen wählen.
Sie können ihre Stimme abgeben.
Zum Beispiel bei der Bundestags-Wahl.
Oder bei der Wahl zum Bürgermeister oder der Bürgermeisterin.

In Deutschland dürfen etwa 85.000 Menschen nicht wählen.
Das sind Menschen mit einer schweren Behinderung.
Viele von ihnen können nicht sprechen.
Oder sie verstehen nicht genau: Was ist eine Wahl.

Diese Menschen brauchen viel Unterstützung in ihrem Leben.
Im Gesetz steht: Sie brauchen „Betreuung in allen Angelegenheiten“.
Wenn das so ist, dürfen sie nicht wählen.

Es gibt auch Menschen mit Down-Syndrom, bei denen es so ist.
Aber es sind nicht viele.
Alle Menschen mit Down-Syndrom, die im Forschungs-Projekt TOUCHDOWN 21 mitarbeiten, dürfen wählen.

Johanna von Schönfeld sagt:

"Wählen gehen finde ich bedeutend.
Es ist wichtig für Menschen, wenn man denn erwachsen ist. 
Wählen gehen heißt: Ich kann in der Politik mitbestimmen."

Hier kann man sich einen Film dazu ansehen.
In dem Film geht es um einen Mann mit Down-Syndrom.
Er heißt Julian Peters.
Er interessiert sich für Politik.
Er informiert sich über die verschiedenen Parteien.
Trotzdem darf er nicht wählen.
Das findet er nicht gut.

In Zukunft soll das Gesetz verändert werden.
Fast alle Politiker und Politikerinnen finden: Alle Menschen müssen wählen dürfen.
Es ist ein Menschen-Recht.
Sie wollen die Gesetze verändern.

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